Infomaterial

Es soll bei dem Jahresthema um Geburt und Zeugung gehen und um die damit zusammenhängenden Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken und der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten vor Implantation oder Geburt sowie um die neueren Diskussionen zu Genome Editing und Social Egg Freezing.

Die bundesweite Eröffnung der Woche für das Leben findet am Samstag, 29. April 2017 in der Martinskirche in Kassel statt.

Grundsatzbeiträge

2016: Welt- und Selbstgestaltung im hohen Alter

Prof. Dr. Andreas Kruse, Heidelberg

 

Erhöhte körperliche Verletzlichkeit, zugleich seelisch-geistige Kräfte  

Das hohe Lebensalter, also die Zeitspanne ab Mitte des neunten Lebensjahrzehnts, konfrontiert den Menschen in zunehmendem Maße mit der Erfahrung erhöhter körperlicher und geistiger, nicht selten auch gefühlsmäßiger Verletzlichkeit. Eine wachsende Anzahl von Krankheiten, verbunden mit zum Teil schmerzhaften Symptomen und Einschränkungen der Selbstständigkeit, eine stärkere körperliche Erschöpfung und Ermüdbarkeit, zum Teil Phasen verringerter geistiger Leistungsfähigkeit bilden den Grund für die Erfahrung erhöhter Verletzlichkeit. mehr

2016: Demenz: Leben mit dem Vergessen

Dr. theol. Michael Coors, Dr. med. Andrea Dörries
Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG), Hannover
 
Dass Menschen im Alter vergesslicher werden, ist nicht ungewöhnlich. Auch wenn es immer wieder Gegenbeispiele gibt, haben wir uns doch daran gewöhnt, dass zum älter werden in der Regel ein gewisses Maß an Einschränkungen gehört. Seitdem aber Alois Alzheimer 1901 bei einer Patientin erstmals eine besondere Form des Vergessens und der Orientierungslosigkeit beschrieb, haben wir gelernt, dass es Vergessen auch als Symptom einer speziellen Erkrankung gibt. Diejenigen Krankheiten, die zu solch einem Vergessen führen, werden als Demenzerkrankungen bezeichnet. Die mit Abstand häufigste Form der Demenz ist die von Alzheimer beschriebene Erkrankung.

Das Alter veraltet

Prof. Dr. Gerhard Wegner

 

Die These meines Beitrages ist: Das Alter ist im wahrsten Sinne des Wortes veraltet. Die Gesellschaft wird tendenziell altersindifferenter. die Lebensmöglichkeiten der Menschen, so kann man es positiv sehen, vergrößern sich durch diese Erfahrung des dritten Lebensalters. Dies ist zweifellos eine weltgeschichtlich einmalige Entwicklung, die große Chancen bietet, aber auch mit Risiken verbunden ist. mehr