Grundsatzbeiträge 2012
Wir sind es wert - vom Wert der Pflege
Das Thema Pflege nimmt noch zu wenig Platz in der Gesellschaft ein, meinen 71 Prozent der Befragten in Deutschland. Vor diesem Hintergrund hatte die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, zu Diskussionsrunden auf dem Berliner Schlossplatz eingeladen. Schließlich sollte 2011, politisch gesehen, das Jahr der Pflege werden. „Pflege in guter Gesellschaft“ hieß das Motto der EAF-Veranstaltung. Denn alle modernen Gesellschaften stehen vor der Aufgabe, einen guten Platz für immer mehr Ältere, auch pflegebedürftige Menschen zu finden, so die EAF. Wer den Einladungsflyer aufklappte, fand einen hübschen Lehnstuhl, ein Symbol für die Aufforderung, denen, die Pflege brauchen, und denen, die pflegen, mehr Platz zu geben. Aber auch eine Einladung, sich diesen Platz zu nehmen, in die Öffentlichkeit zu gehen und mit zu diskutieren. mehr...
Das Alter veraltet - Gerhard Wegner
Dass sich in Sachen Alter in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine ganze Menge verändert hat, ist mittlerweile Common Sense. Wurde noch vor wenigen Jahren die demografische Entwicklung vor allem als Problem einer diskriminierend so genannten „Überalterung“ und eines bedrohlichen „Altersberges“ bedrohlich diskutiert, so ist man mittlerweile - auch in Folge der Altersberichte der Bundesregierung und vieler anderer Bemühungen - dazu übergegangen, die Chancen einer älter werdenden Gesellschaft, einer Gesellschaft des langen Lebens und vor allen Dingen des so genannten „Dritten Alters“ oder auch der „Jungen Alten“ herauszustellen. mehr...
Leben mit Behinderung - von Bischof em. Dr. Franz Kamphaus
Einer der aufregendsten Sätze der Bibel steht auf der ersten Seite: „Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (Gen 1, 27). Das ist und bleibt revolutionär. Es sind keine großen Statuen oder Tiere, die als wirkmächtige Repräsentationen Gottes gelten, auch keine Priester oder Könige. Der Mensch ist es, jeder Mensch, Adam und Eva, Mann und Frau. Darin sind alle gleich. Nicht der eine „gleicher“ als der andere; nicht der eine wertvoll, der andere unwert. „Ebenbild Gottes“ besagt, dass der Mensch einer letzten Bewertung entzogen ist. mehr...

