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Aktuelle Informationen

 

Auftaktveranstaltung der bundesweiten Woche für das Leben 2009 am 25. April in Lüneburg

Mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffneten der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, und der Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, am Samstag, 25. April, um 11 Uhr in Lüneburg die bundesweite ökumenische Woche für das Leben.

 

Hier einige Impressionen von der zentralen Eröffnung in Lüneburg:

 

 

Bischof Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim (l.) und Bischof Wolfgang Huber, EKD-Ratsvorsitzender (r.) beim ökumenischen Schlusssegen in der Nicolaikirche.

 

Bischof Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim auf dem Markt ohne Grenzen in Lüneburg.

 

Bischof Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim (2.v.l.) und Bischof Wolfgang Huber, EKD-Ratsvorsitzender (r.) auf dem Markt ohne Grenzen inmitten einer trommelnden Behinderten-Gruppe.

 

Pressemitteilung vom 25. April 2009

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

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Pressestatement von Bischof Norbert Trelle am 25. April 2009

Statement von Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim, beim Pressegespräch anlässlich der Eröffnung der Woche für das Leben 2009 am 25. April 2009 in Lüneburg

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Bilder und Berichte von anderen Veranstaltungen

An vielen Orten in ganz Deutschland wurde die Woche für das Leben mit zahlreichen Veranstaltungen eingeleitet. Bilder und Berichte dazu finden Sie hier>>

 

Pressekonferenz der Woche für das Leben am 30. März 2009 in Berlin

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Bischof Dr. Wolfgang Huber stellten die zentralen Anliegen der Woche für das Leben 2009 auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin vor.

Eingangsstatement, Bischof Dr. Wolfgang Huber

Normal muss es sein, dass wir sagen: Jeder Mensch gilt, erklärte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, in seinem Eingangstatement bei der Pressekonferenz zur Woche für das Leben 2009.

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Eingangsstatement, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

Nicht jeder Mensch kann ein Supertalent sein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, in seinem Eingangsstatement bei der Pressekonferenz zur Woche für das Leben 2009.

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Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz 30.3.2009

„Gemeinsam mit Grenzen leben“
Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Deutschlands 7.3.2008


Mit einem Appell, Grenzen im menschlichen Leben zu akzeptieren, haben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, heute in Berlin zur „Woche für das Leben“ eingeladen, die vom 25. April bis 2. Mai stattfindet. Auch wenn in der Gesellschaft häufig nur der Leistungsgedanke zähle, werde häufig vergessen, dass es den perfekten Menschen nicht gebe. „Menschsein bedeutet: Grenzen haben“, betonten Bischof Huber und Erzbischof Zollitsch. Das Leitwort der diesjährigen „Woche für das Leben“ heißt „Gesund oder krank – von Gott geliebt. Gemeinsam mit Grenzen leben“. Bischof Huber forderte dazu auf, Menschen mit Behinderung nicht auszugrenzen: „ Mangelnde Teilhabe gehört zu den großen Problemen unserer Gesellschaft, und wir werden darauf zu achten haben, dass sich der Riss im Zuge der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht verschärft. Gerade in einer solchen Krisenzeit ist besonders darauf zu achten, dass bei künftigen Sparmaßnahmen nicht die Mobilität und ärztliche Versorgung behinderter Menschen eingeschränkt wird, dass die Hilfen für Demenzkranke verbessert werden, Blinde auch weiterhin die nötige Unterstützung finden und so fort.“
Mit Blick auf die Forschung erinnerte Erzbischof Zollitsch an die ethische Verantwortung. „Wir würden es uns zu einfach machen, in eine prinzipielle Verurteilung unseres derzeitigen Gesundheitssektors zu verfallen und zugleich die medizinischen Errungenschaften stillschweigend zu genießen. Denn wo Forschung und Medizin die von Gott geschenkte Würde des Menschen achten und dem Leben dienen, haben sie unsere Unterstützung. Wo der Mensch nicht auf seine Arbeitskraft im Wirtschaftsprozess reduziert und Kranke nicht zu einem Kostenfaktor im Gesundheitssystem herabgewürdigt werden, wissen wir die Medizin sehr zu schätzen“, so Zollitsch. Das jüdisch-christliche Menschenbild verpflichte allerdings dazu, dort die Stimme zu erheben, „wo grundsätzlich die Begrenztheit menschlichen Lebens nicht mehr akzeptiert wird, wo die berechtigte Sorge um Gesundheit das Maß verliert und sich in einem medizinisch-biotechnischen Machbarkeitswahn steigert. Christen haben ihr Vorbild im Handeln Jesu.“
Erzbischof Zollitsch und Bischof Huber erinnerten an die menschlichen Erfahrungen von Grenzen, vor allem in Krankheit und Alter. Das Jahresmotto der „Woche für das Leben“ wolle dafür sensibel machen. „Die Erfahrung einer Krankheit oder die Begegnung mit Pflegebedürftigen machen uns unsere eigenen Grenzen oft schneller klar, als wir sie im Alltag wahrhaben wollen und als es uns viele Hochglanzmagazine und Casting-Shows vorgaukeln“, sagte Erzbischof Zollitsch. Mit der „Woche für das Leben“ werde deutlich: „Der Mensch kann und darf in seinen Grenzen leben, weil sie keine Grenzen für die Liebe Gottes sind, die alle Grenzen überwindet und zuverlässig treu ist.“ Bischof Huber betonte: „Es ist Hochmut, wenn wir glauben, unser Leben nach den eigenen Wünschen gestalten zu können. Es ist Arroganz, wenn wir übersehen, welche Anstrengungen diese Ideologie denen abverlangt, die ihre Grenzen sehr früh erfahren haben.“
Bischof Huber sprach sich dafür aus, das „Du gehörst dazu“ gegenüber Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft mit neuem Leben zu erfüllen: „Wichtige Schritte beginnen in Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden. Zu ihnen gehören Gottesdienste und Gruppenangebote, die im wahrsten Sinne des Wortes ‚niedrig-schwellig’ sind. Vom Kern des christlichen Glaubens, nämlich vom Blick auf den leidenden Christus aus, wollen wir zu einer Haltung beitragen, die sich von Einschränkungen nicht erschrecken lässt.“
„Wir möchten darauf hinweisen, dass wir nicht dabei stehen bleiben müssen, über unsere Begrenztheiten zu klagen. Wir haben ein gut ausgebautes Gesundheitssystem. Aber die gute institutionelle Ausstattung reicht nicht aus, vielleicht immer weniger. Es braucht eine ausgewogene Balance zwischen der technisch versierten und qualifizierten Fachkraft und dem menschlich-verständnisvollen Pflegepersonal“, unterstrich Erzbischof Zollitsch. Die Kirchen unterhielten ein Netzwerk, um ein „Miteinander von krank und gesund, behindert und nicht-behindert zu ermöglichen und zu fördern.“
Die „Woche für das Leben“ geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken von 1991 zurück. Seit 1994 wird die „Woche für das Leben“ gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgerichtet. Mit der „Woche für das Leben“ leisten die evangelische und katholische Kirche einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens. Die diesjährige „Woche für das Leben“ findet vom 25. April bis 2. Mai 2009 statt und wird mit einer zentralen Feier am 25. April 2009 in Lüneburg eröffnet.